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19.08.11 - 4. Tag - Sapa

Mit typisch traditionellen Flex-Geräuschen weckte man uns am Morgen. Gegenüber baute man eine neue Homestay-Hütte. Noch komfortabler als die unsere. (Wann sie wohl die Flatscreens reinschleppten?)

Es hatte angefangen zu regnen, und sollte die nächsten zwei Tage kaum mehr aufhören, weshalb wir nun doch nicht mehr auf die nächste Wandertour und den zweiten Homestay pochten.

Unser Guide begrüßte unsere Entscheidung grinsend.

Es gab Banana Pancakes mit Honig zum Frühstück – wenigstens ein gutes Überbleibsel der Amerikanern.

Anschließend machten wir uns so gut wie möglich wasserfest. Wer keine Regenkleidung dabei, bzw. auf Abraten des Guides im Hotel ausgepackt hatte, behalf sich mit Mülltüten oder wurde eben nass. (Ralf in feinster Bundeswehrkleidung musste später noch für Fotos mit einheimischen Kindern herhalten.)

Wir verließen das Dorf, über aufgequollene Wege, und glitschige Steine, wateten durch Straßen die von den Wassermassen aus den Bergen überflutet wurden.


Das Abenteuergefühl war mit uns aufgestanden. Und mit dem Ziel vor Augen später am Tag nach einer warmen Dusche (das sollte sich jedoch als Trugschluss herausstellen) in trockene Klamotten zu steigen, ließ sich der Ausflug zum Wasserfall trotz Regen genießen.

Die Tour führte uns entlang des Flusses in dem Ralf gestern noch geplanscht und vorbei an Reisfeldern mit denen unsere Sohlen im Trocknen Bekanntschaft geschlossen hatten. Eine asphaltierte Straße hoch, dann wieder einen Sandhang herunter.

Der Wasserfall der uns zuvor als unspektakulär beschrieben wurde, hatte durch den Regen eindeutig an Imposanz gewonnen und rauschte wie ein Großer.


Man schlitterte auf Hin- und Rückweg wieder ein wenig durch die Gegend, rutschte von Steinköpfen die aus angestiegenen Bächen guckten ab oder nicht. Ich für meinen Teilen verzierte meine Hose mit neuen schlammigen Details, und wusch die Dreckkruste von meinen sowieso nassen Wanderschuhen.

Fotos wurden gemacht, Mittag mit Löffel und Stäbchen verspeist. Dann ging es mit einem Bus zurück ins Hotel. Nima und Ralf entschieden sich einen Teil der Straße nach Sapa zu Fuß zu gehen.

Berit und ich verabredeten uns mit einer Amerikanerin, die wir auf der Tour kennen gelernt hatten, zu Kaffee und Kuchen und schlenderten in der Zwischenzeit durch die Stadt.

Über Märkte, die den großen Hallen entwachsen waren, und nun unter Regenplanen die man zwischen den schmalen Häusergassen gespannt hatte, Fleisch, Früchte, und Ramsch in allen Formen und Farben anboten. Mein Favorit: Skorpione und Schlangen in Alkoholflaschen, zum Kampf arrangiert. (Leider keine Fotos gemacht. Google: Snake Wine Vietnam.)

Man wollte sich nicht vorstellen wie der Marktteil auf dem Fleisch und Fisch verkauft wurde in der prallen Sonne roch. Nase zu und durch!

Auf der Hauptverkehrsader Sapas trafen wir erst Ralf wieder, der den letzten Teil der Strecke per Xe Ôm gefahren war, wenig später lief Nima dort, Hanfflechtend, an unserem Restaurant vorbei. (Es handelte sich dabei um eine komplizierte Zwirbeltechnik der Hmong, die für große iranische Finger schwer nachzumachen war.)

Wir waren wieder vollzählig.

Am Abend starteten wir erste Gehversuche im vietnamesischen Nachtleben und stolperten in die ''Color Bar'', die an diesem Tag Eröffnung feierte und bei unserem Eintreten bereits gut gefüllt war.

Ein neuseeländisches Mädchen folgte dem Konzept der Kneipe und ließ sich im Bikini von einem einheimischen Künstler body-painten.

Selten hatte ich so aufgeregte Vietnamesen gesehen. Einer übertrug den Akt des Bemalens sogar live mit der Webcam seines Notebooks.


Die Bar war eine einfache Lehmhütte, von dessen Wänden Bob Marley schallte. Als Tische dienten Tonkrügen mit unbefestigten Holzplatten darauf. Eine Cocktailkarte lag ebenfalls bereit, anbieten konnte der Barkeeper jedoch hauptsächlich Bier.

Besitzer anderer Lokale waren zur Eröffnung gekommen um mit dem neuen Kneiper zu feiern, der den ganzen Abend selig vor sich hin grinste.

Wir testeten erfolgreich den am Vortag gelernten Trinkspruch: Môt hai ba yo!


19.8.11 00:00
 


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