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16.08.11 - 1. Tag - Flug & Ankunft in Hanoi

Nach Verabschiedung aller geliebter Menschen, erfolgloser Suche nach der David-Hasselhoff-Biographie in den Buchshops des Hamburger Airports gings ab in den Flieger. Die ersten zwei Stunden Flug wollten gefochten werden.

Ahs und Ohs gabs beim Sonnenuntergang durch die LOT Polish Airlines Fenster. Ich behaupte sowas wirklich schon sehr, sehr oft beguckt zu haben – und musste trotzdem unzählige Fotos machen.


Hallo Warschau, Tschüß Warschau. Wir lernen uns noch besser auf der Rückreise kennen. Halte durch!

Weiter mit der der ersten Feststellung der Reise: Auch polnische Großstädte geben ein fantastisches Bild aus der Luft ab! Lichter überall – ob nun von Straßenlaternen, vorbeiziehenden Autos oder aus den Fenstern noch wacher Wohnungen. Cityseeing aus 10.000 m Höhe - könnte man öfter machen!

Auf die daraus resultierende Nötigkeit, den eigenen Körper elf Stunden lang in verschiedensten Folterstellungen zwischen für Ruhepausen unklug positionierten Lehnen, kaum vorhandenen Fußräumen und Sitznachbarn am Leben zu erhalten, würde ich dennoch getrost verzichten. Aber genug des Gejammers - auf sowas ist man ja vorbereitet. Außerdem wurde dem Reisegefährten seiner Wahl das erste Mal die Schulter für kleine Schläfchen angeboten - oder dreist von ihm eingefordert. Ich möchte nicht näher darauf eingehen.

Am frühen Nachmittag stiegen wir dann alle halbwegs munter aus dem Flieger, hinein in eine Stadt die Vietnam bestens charakterisiert – Hanoi.

Hanoi ist wie ein großer Markt, und selbst an den ruhigsten Stellen hört man noch das unruhige Brummen der Mopeds.

Diese sind wirklich überall. Bürgersteige dienen ihnen als Parkplätze, sind also für Fußgänger unbegehbar.

Die Gebäude sind schmal, ziehen sich jedoch ewig lang und grau nach hinten weg, denn in Vietnam wird nur die zur Straße zugewandte Seite gestrichen und verziert.

Dort wo keine Motorräder stehen, findet man Garküchen mit blauen Plastikstühlen, die in den Abendstunden restlos belegt sind, und das Bild des nächtlichen Hanois prägen. Aber auch hunderte Hoteleingänge und westlichere Shops (von Levis bis Yves Rocher) mit freundlich zu-und-rein-winkendem Personal warten auf Leute wie uns. Touristen aus Europa, mit der von allen weiblichen Vietnamesinnen angestrebten, weißen Hautfarbe, und den Taschen voller Geld. So werden wir, in der Altstadt angekommen, gleich mehrfach nett angesprochen. (Später werde ich das nur noch ''belästigt'' nennen.) Man lobt Ralfs schönes blondes Haar, und verkauft ihm anschließend eine Stadtkarte, die man im Hotel auch umsonst bekommen hätte. Man fragt wo wir herkommen und bietet uns Brillen, Hotels und Reishüte an.

Am Ende des ersten Abends habe ich bereits Angst den Vietnamesen in die Augen zu schauen und öfter Nein gesagt als bei einem 7-tägigen Aufenthalt auf dem Hans-Albers-Platz.

Sie scheinen alle miteinander verwandt oder befreundet zu sein, und so fuhr uns der Taxifahrer vom Flughafen direkt zu einem Hotel, dessen Besitzer uns am besten gleich Touren für die nächsten zwei Wochen buchen wollte. Na danke!

Wir entschieden uns, unseres Reiseplans folgend, für eine mehrtägige Tour ins Gebirge (Sapa), beginnend am nächsten Abend, und suchten ein erstes Restaurant.

Abseits der größeren Touristenpfade, wurden wir fündig, und man geleitete uns in einen schicken mit dunklem Holz und Aquarium ausgestatteten Raum. Wir nahmen auf dem Boden Platz, und studierten die Karte. Ausschließlich Vietnamesisch. Erste skeptische Blicke. Okaaaay, dann wollen wir mal.

(Zu dem Zeitpunkt bekam unsere Vorstellung eines englisch-sprechenden Vietnams erste Risse.)

Mit Hilfe unseres dünnen Wörterbuchs friemelten wir uns ein paar nett klingende Gerichte zusammen, und bestellten sie bei der Kellnerin, die lächelnd und nickend, seelenruhig während des ganzen Übersetzungsvorgangs neben uns gesessen hatte.

Das Essen war köstlich, und auch der Durchfall blieb aus. (Das nur für die Statistik.)

Nach einem langen, ziellosen und auch schönen Spaziergang durch die Gassen der Altstadt, bekam man langsam ein Gefühl dafür den Kontinent gewechselt zu haben. Menschen die unter Palmen in der abendlichen Hitze an Seen sitzen (davon hat Hanoi einige zu bieten), Jugendliche die in passender Uniform Kampfsport vor dem Kulturtempel betreiben und Reklametafeln in allen Farben, versorgt durch armdicke Stromleitungen die zu Hunderten quer über die Straßen und Gehwege hängen, und an ihren Knotenpunkten bedrohlich surren. (Eine Frage drängte sich mir auf: Was passiert eigentlich wenn bei einem Monsun ein Blitz dort einschlägt?)


Wir kämpften uns über Hupen- und Abgasgequälte Kreuzungen, eine alte Frau gab bei der ersten noch Hilfestellung, dann waren wir auf uns allein gestellt, und schlugen uns ganz beachtlich. Missachtung von vietnamesischen Verkehrslichtern, -schildern und -signalen – auch für uns schon kein Problem mehr.

16.8.11 00:00
 


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